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Oesterreich / Forschungsprämie Forschungsprämie

Forschungsprämie: Können Patentaufwendungen geltend gemacht werden?

Beitrag vom 9. April 2026


Patentkosten sind in vielen innovationsgetriebenen Unternehmen ein wesentlicher Bestandteil von Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Dennoch bestand lange Unsicherheit darüber, ob solche Aufwendungen im Rahmen der steuerlichen Forschungsprämie berücksichtigt werden können. Eine Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs (VwGH) aus dem Jahr 2025 bringt hier mehr Klarheit und zeigt, dass eine Einbeziehung grundsätzlich möglich ist – allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen.

Ausgangssituation und Entscheidung des VwGH

Im konkreten Fall machte eine Forschungsgesellschaft neben klassischen Forschungsaufwendungen auch Patentkosten geltend. Dabei ging es vor allem um Aufwendungen zur Anmeldung und Absicherung von Schutzrechten für Forschungsergebnisse. Das Finanzamt sowie das Bundesfinanzgericht (BFG) lehnten die Berücksichtigung zunächst ab, da sie Patentkosten primär der wirtschaftlichen Verwertung zuordneten.

Der VwGH stellte jedoch klar, dass diese Sichtweise zu kurz greift. Patentaufwendungen sind nicht automatisch ausgeschlossen. Entscheidend ist, ob sie in direktem Zusammenhang mit einem konkreten Forschungs- oder Entwicklungsprojekt stehen und innerhalb dieses Projekts eine Funktion erfüllen.

Patentaufwendungen können somit förderfähig sein, wenn sie:

  • im Rahmen eines laufenden Forschungsprojekts anfallen,
  • der Absicherung von Zwischenergebnissen dienen und
  • die Fortführung oder Weiterentwicklung der Forschung ermöglichen.

Damit stellt der VwGH klar, dass die tatsächliche Rolle der Aufwendungen im Forschungsprozess ausschlaggebend ist.


Wann Patentaufwendungen förderfähig sind

Zentrales Kriterium ist die sogenannte „Unmittelbarkeit“. Aufwendungen müssen direkt der Forschung und Entwicklung dienen und funktional in den Forschungsprozess eingebunden sein. Ein bloßer Zusammenhang reicht nicht aus.

Förderfähig sind Patentkosten insbesondere dann, wenn sie:

  • notwendig sind, um weitere Entwicklungsschritte abzusichern,
  • sich auf Zwischenergebnisse beziehen, auf denen weiter aufgebaut wird,
  • dazu beitragen, die eigene Forschung gegenüber Dritten zu schützen.

Dass Patentaufwendungen gleichzeitig auch eine wirtschaftliche Nutzung ermöglichen, ist laut VwGH unschädlich. Entscheidend bleibt, dass der Bezug zur Forschung klar im Vordergrund steht.

Abgrenzung und praktische Bedeutung

Nicht förderfähig sind Patentaufwendungen, wenn sie ausschließlich der Verwertung eines bereits abgeschlossenen Projekts dienen. In diesem Fall fehlt der unmittelbare Zusammenhang zur Forschung.

Typische nicht förderfähige Fälle sind:

  • Patentkosten im Zusammenhang mit der Markteinführung,
  • Aufwendungen für Lizenzierung oder Verwertungsstrategien,
  • reine Absicherung von Marktpositionen ohne Bezug zu laufender Forschung.

Für Unternehmen bedeutet das: Eine klare Abgrenzung und saubere Dokumentation sind entscheidend. Es muss nachvollziehbar dargestellt werden, welche Rolle die Patentaufwendungen im jeweiligen Forschungsprojekt spielen. Die Entscheidung des VwGH schafft neue Spielräume, erfordert aber eine sorgfältige Einzelfallprüfung.

Positiv ist, dass die geplanten Forschungsprämienrichtlinien 2025 diese Rechtsprechung bereits berücksichtigen und künftig für mehr Orientierung sorgen.

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Die Forschungsprämie

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Unternehmen, die Aufwendungen für Forschung und experimentelle Entwicklung haben, können für ihre angefallenen Forschungsaufwendungen eine Forschungsprämie in Höhe von 14 Prozent beantragen. Dabei sind sowohl eigenbetriebliche Forschung im Unternehmen als auch Auftragsforschung prämienbegünstigt.

Unsere Experten für die Forschungsprämie sind auf Ihrer Seite!

Melanie Bäck

Technischer Team Lead
Melanie Bäck ist Teil von unserem Team in Graz und technische Teamleiterin des Teams Forschungsprämie.

Björn Ableitner

Kaufmännischer Team Lead
Björn Ableitner ist Teil unseres Grazer Teams und ist kaufmännischer Teamleiter der Forschungsprämie.

Barbara Dunst

Senior Consultant
Barbara Dunst ist Teil von unserem Team in Graz und im Bereich der Forschungsprämie tätig.

Claudia Kerschbaumer

Consultant
Claudia Kerschbaumer ist Teil unseres Teams in Graz und arbeitet im Bereich Forschungsprämie.

Alexander Binder

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Alexander Binder verstärkt unser Team am Standort Graz und arbeitet in den Bereichen Forschungsprämie und Investitionen.

Clemens Frank

Consultant
Clemens Frank ist Teil von unserem Team in Graz und als Consultant im Bereich der Forschungsprämie tätig.

Simon Vasold

Consultant
Simon Vasold ist Teil unseres Teams Forschungsprämie am Standort Graz.

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